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Altersvorsorge

Private Vorsorge hilft gegen Altersarmut

Ein Ziel des Vermögensaufbaus ist die Altersvorsorge. Das Leben im Renten-Alter zu genießen wünscht sich jeder. Doch dazu bedarf es einer finanziellen Sicherheit im Alter. Dass allein die gesetzliche Rente nicht ausreicht, um den Lebensstandard zu halten, ist heute schon abzusehen.

Zudem wirken die Finanzkrisen und das Niedrigzins-Niveaus auf die betriebliche und private Altersvorsorge nach und erfordern eine höhere und breiter angelegte Eigenvorsorge. Besonders wichtig ist es schon in "jungen" Jahren, sich um eine private Vorsorge zu kümmern.

Bestehende Verträge für die Altersvorsorge sollten wegen der Niedrigzinsphase auf ihre Rentabilität hin geprüft werden, da die ursprünglich prognostizierten Ablaufleistungen viel geringer ausfallen werden. Auch das sollte frühzeitig in Angriff genommen werden.

Tipp: Für GVI-Mitglieder steht ein Altersvorsorge-Check und ein Angebotsservice zur Verfügung.

Das Dreischichtmodell

Die Altersvorsorge ist in Deutschland in ein Dreischichtenmodell gegliedert. Zur ersten Schicht, der Basisvorsorge, gehört die gesetzlichen Rentenversicherung, die berufsständischen Versorgungswerke und die private Basisrente, die vom Gesetzgeber steuerlich gefördert wird. Zur zweiten Schicht, der kapitalgedeckten Zusatzvorsorge, zählen die Riester-Rente und die betriebliche Altersversorgung, die beide ebenfalls vom Gesetzgeber gefördert werden. Die dritte Schicht umfasst Produkte, die beim Vermögensaufbau der Altersvorsorge dienen können, aber nicht müssen. Man spricht hierbei von der privaten Altersversorgung. Ein Beispiel aus der Versicherungswirtschaft ist die private Rentenversicherung.

8 wichtige Tipps für die Altersvorsorge

1. Sichern Sie zunächst die elementaren Lebensrisiken ab.

Dazu gehören die Krankenversicherung, die Haftpflichtversicherung, die Berufsunfähigkeitsversicherung und die Unfallversicherung. Für Familien ist die Risiko-Lebensversicherung für zu versorgenden Hinterbliebenen wichtig.

2. Überprüfen Sie zuerst die Versorgungslücke.

Vor dem Aufbau der Altersvorsorge sollten Sie zuerst prüfen, wie hoch im Rentenalter die Versorgungslücke voraussichtlich ausfällt. Erst danach sollten sie sich Gedanken über die Umsetzung der Schließung machen. Für GVI-Mitglieder steht hierzu der GVI-Altersvorsorge-Check zur Verfügung.

3. Prüfen Sie, ob die Nutzung staatlich geförderter Vorsorgeprodukte wirklich interessant ist.

Prüfen Sie, ob die Nutzung staatlich geförderter Vorsorgeprodukte (Riester-, Basis- oder Betriebsrente) wirklich interessant ist. Dabei sollte die Förderung bzw. der Arbeitgeberzuschuss die Produktkosten langfristig übertreffen.

Ebenso müssen die Einschränkungen (z.B. Verfügbarkeit, beschränkte Renditechancen) bzw. die zeitlichen Mehraufwendungen (z.B. bei Riester Mitteilungen über Änderung Einkommen) für Sie akzeptabel sein.

So sind bei der Basis-Rente nur Rentenzahlungen und keine vorzeitigen Teilzahlungen möglich. Bei der Riester-Rente ist neben den Rentenzahlungen eine einmalige Kapitalzahlung von bis zu 30% zu Rentenbeginn erhältlich. Bei der Betriebsrente sind zu Rentenbeginn Rentenzahlungen oder je nach Angebot eine Kapitalzahlung, aber keine vorzeitigen Teilzahlungen möglich.

4. Beachten Sie die Auswirkungen von Garantien und Aktienanteil auf die Renditechancen.

Beachten Sie bei den Produkten die Auswirkungen von Garantien und Aktienanteil auf die Renditechancen: Je höher der Anteil der Garantien und je niedriger der Aktienanteil, desto geringer sind die Renditeaussichten.

Aktienanlagen, also Beteiligung an realen Unternehmenswerten, erzielten über Kurssteigerungen und Gewinnausschüttungen (Dividenden) in der Vergangenheit von allen Anlageklassen nach wissenschaftlichen Studien langfristig die höchsten Renditen. Entscheidend ist der zeitliche Anlagehorizont.

Bei einer Anlagedauer von 30 Jahren kann bei marktbreiten Aktienanlagen durchaus eine jährliche Rendite von 6% erwartet werden. Bei schwankungsarmen und garantiehaltigen Anlagen dagegen sind derzeit nur mit mageren jährlichen Renditen zu rechnen, z. B. bei klassischen Rentenversicherungen bis 3%, bei Tagesgeld und europäischen Staatanleihen bis 1%.

Ebenso zeigen seriöse Studien, dass es für langfristige Anlagedauer ab rund 20 Jahre über marktbreite Aktienmärkte nur positive Wertentwicklungen erzielt wurden und somit eine Garantievereinbarung überflüssig erscheint.

5. Versuchen Sie in der Rentenphase teilweise in Aktien zu bleiben.

Versuchen Sie in der Rentenphase einen Anteil des Vermögens in Aktien zu lassen, um rentabler angelegt zu bleiben. Erfahrungsgemäß braucht man zu Rentenbeginn nicht das gesamte Vermögen. Auch hier entscheidet der zeitliche Rest-Anlagehorizont.

6. Wählen Sie einen Beitrag der langfristig von Ihnen gezahlt werden kann.

Für Ihre Altersvorsorge sollten Sie einen Beitrag wählen, der langfristig -also bis zum Rentenalter - von Ihnen gezahlt werden kann. Beachten Sie bei der Produktauswahl immer die Kosten. Über den GuV-Versicherungsservice sind Angebote zu ermäßigten Kosten erhältlich.

7. Verwenden Sie vorteilhafte Psycho-Tricks gegen sich selbst.

Ein dauerhaft bespartes „Rücklagenkonto“ über ein Versicherungsprodukt scheint auch aus psychologischer Sicht sinnvoll zu sein und erhöht die eigene Sparquote deutlich. So ist das Guthaben dort nicht so leicht verfügbar und ständig sichtbar, was wieder eine jederzeitige Verfügung vermeidet.
Durch die regelmäßigen und auch unregelmäßigen Einzahlungen (z.B. Urlaubs- und Weihnachtsgeld) entgehen Sie der oftmals mangelnden Selbstdisziplin einer Rücklagenbildung.

Wenn alle Einnahmen bzw. Gelder auf ein Konto gehen, ist man oftmals verführt, die gesamten Beträge laufend auszugeben. Zudem fördert die Macht der Gewohnheit, eine einmal eingerichtete Spargewohnheit nicht wieder zu ändern.

8. Prüfen Sie regelmäßig Einsparmöglichkeiten und verwenden Sie die Ersparnis zur Ergänzung der Altersvorsorge.

Prüfen Sie regelmäßig die Einsparmöglichkeiten bei Ihren Finanzen und verwenden Sie die Ersparnis lieber zur Ergänzung der Altersvorsorge, z.B. für Zuzahlungen. Geld können Sie sparen, wenn Sie unnötige Versicherungen beenden. Das Sparpotential im Privathaushalt ist enorm.

Mit einem speziellen Versicherungscheck können wir Ihnen aufzeigen, ob bedeutsame Versicherungslücken und unnötige sowie teure Versicherungen bestehen. Im Schnitt erzielen Sie bei Umsetzung des GVI-Absicherungschecks eine jährliche Ersparnis von 780 Euro.

Service

Tipp: Für GVI-Mitglieder steht ein Angebotsservice zur Verfügung.

So wichtig ist die Rendite bei langfristiger Anlagedauer!

So wichtig ist die Rendite bei langfristiger Anlagedauer!

Beispiel Sparbetrag monatlich 100 Euro, Anlagedauer 30 Jahre:

Wer ein Anlageprodukt mit geringen Wertschwankungen und jährlicher Rendite von 3% dem Anlageprodukt mit hohen Wertschwankungen und jährlichen Rendite von 7% vorzieht, verzichtet von vorneherein auf ein möglich höheres Vermögen von rund 60.000 Euro (117.651 minus 58.981).

Wer bei seinem gewählten Anlageprodukt (z.B. bei einer klassischen Lebens- und Rentenversicherung) bisher mit einer jährlicher Rendite von 6% gerechnet hat und jetzt bei den aktuellen Jahresmitteilungen nur eine jährlicher Rendite von 4% ermittelt bekommt, kann mit einer geringeren Auszahlung von rund 29.000 Euro (97.953 minus 68.760) rechnen.


Beispiel Einmalbeitrag von 10.000 Euro, Anlagedauer 30 Jahre:

Wer ein Anlageprodukt mit geringen Wertschwankungen und jährlicher Rendite von 3% dem Anlageprodukt mit hohen Wertschwankungen und jährlichen Rendite von 7% vorzieht, verzichtet von vorneherein auf ein möglich höheres Vermögen von rund 52.000 Euro (76.123 minus 24.273).

Tabelle "Zinszinseffekt bei Sparen und Einmalanlage"

Tabelle „Zinszinseffekt bei Sparen und Einmalanlage“

Langfristige Anlagen mit Aktien nur positive Renditen

Langfristige Anlagen mit Aktien nur positive Renditen

Lassen Sie sich bei Aktienfonds nicht zu Panikverkäufen bei Kursrutschen oder zu Fondswechsel bei angepriesenen Trendprodukten verleiten. Im Zeitverlauf wird der Verlust wieder ausgeglichen werden, was Daten aus der Vergangenheit belegen. Die genaue Dauer kann Ihnen jedoch keiner vorhersagen. Das Dax-Rendite-Dreieck des deutschen Aktieninstituts zeigt sehr schön am Beispiel des deutschen Aktienindex der 30 größten deutschen börsennotierten Aktiengesellschaften wie unterschiedlich es sein kann. Interessent ist dabei, dass zum Stand 31.12.2016 bei einer Laufzeit von über 12 Jahren es keine negativen Renditen gab. Bei anderen bekannten und großen Indizes (z.B. MSCI World, MSCI Europa, MSCI Emerging Markets) war es ähnlich. In Zukunft kann, muss aber nicht, dies anders sein.

Bei laufenden Sparplänen können hohe Schwankungen, z.B. Börsenkrisen, hingegen wegen dem günstigen durchschnittlichen Einkaufspreis der Aktien sogar vorteilhaft sein. Daher ist hier ein möglichst hoher Aktienanteil sinnvoll. Bei der Hälfte der Anlagedauer kann es sinnvoll sein, z.B. 50% in den schwankungsarmen Teil umzuschichten. Gegen Laufzeitende ist es jedoch die Umschichtung in einen hohen schwankungsarmen Teil ratsam, z.B. über ein automatisches Ablaufmanagement im Anlagekonzept.

Auch bei Sparpläne langfristig nur positive Renditen

Aus der Abbildung „Historische Sparplan-Renditen des deutschen Aktienmarkts DAX (1967-2015)“ aus der Studie des Deutschen Aktieninstituts, „Lebensstandard im Alter sichern – Rentenlücke mit Aktien schließen“, wird deutlich:
Wer am Aktienmarkt auf kurzfristige Spekulationsgewinne setzt, geht also hohe Risiken ein. Das Gegenteil hiervon ist die Langfristanlage, die für die Altersvorsorge ausschließlich relevant ist. So zeigt sich, dass über längere Anlagehorizonte, d.h. idealerweise das Ansparen über das gesamte Berufsleben von 20, 30 oder 40 Jahren hinweg, nur noch positive Erträge erwirtschaftet werden.

Zur Studie des Deutschen Aktieninstituts, „Lebensstandard im Alter sichern – Rentenlücke mit Aktien schließen“

Weitere interessante Abbildungen aus der Studie finden Sie nachfolgend:

Deutscher Aktienmarkt lässt sich weltweit übertragen

Anmerkungen zur Abbildung „Historische Sparplan-Renditen MSCI World, DAX, Aktienfonds über 30 Jahre per Ende 2015“:
Der Befund zum deutschen Aktienmarkt lässt sich auf den weltweiten Maßstab übertragen. Betrachtet wird dazu der MSCI World und marktübliche Investmentfonds.

Diversifizierungseffekt durch unterschiedliche Anlageklassen

Anmerkungen zur Abbildung „Historische Sparplan-Renditen von Portfolien (REXP und DAX 30) bei einem Anlagehorizont von 30 Jahren per Ende 2015 und unterschiedlichen Aktienanteilen“, die den Diversifizierungseffekt (Streuungseffekt) durch unterschiedliche Anlageklassen aufzeigt:

Insgesamt schneidet das reine Aktienportfolio gegenüber dem reinen Rentenportfolio (REXP, Rentenindex deutscher Staatsanleihen inkl. Kursgewinne und Zinszahlungen) immer besser ab. Aber während die durchschnittliche und die maximale Rendite der Sparpläne mit zunehmendem Aktienanteil ansteigen, nimmt die minimale Rendite bis zu einem Aktienanteil von 50 Prozent auf 6,4 Prozent zu und mit steigendem Aktienanteil geringfügig wieder ab. Daran zeigt sich der Diversifizierungseffekt: Eine Zumischung von Aktien (50 Prozent Aktienanteil) bedeutet eine Erhöhung der minimalen historischen Rendite bei gleichzeitiger Erhöhung der Durchschnittsrendite. Ein Portfolio mit einem Aktienanteil von 50 Prozent hätte also selbst im schlechtesten Fall ein besseres Ergebnis erzielt als ein reines Anleiheportfolio.

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