Börsenkrisen: Warum Anleger davor keine Angst haben sollten
Immer wieder führen Krisen auf der Welt zu großer Unsicherheit an den Finanzmärkten. Doch ein Blick zurück zeigt, dass Krisen den Aktienbörsen meist nur kurzfristig einen Dämpfer verpassten. Die Verbraucherorganisation Geld und Verbraucher e.V. (GVI) rät deshalb Anlegern, in Börsenkrisen generell Ruhe zu bewahren und nicht vorschnell zu handeln. Bewährt hat sich insbesondere die Rendite-Dreieck-Methode, die langfristige Entwicklungen sichtbar macht und hilft, Schwankungen richtig einzuordnen.
Die Rendite-Dreieck-Methode hilft Ruhe zu bewahren
In unruhigen Börsenzeiten gilt es generell, Ruhe zu bewahren und Kursrückgänge auszusitzen. Doch das ist manchmal leichter gesagt als getan. Ein Blick auf das Dax-Rendite-Dreieck des Deutschen Aktieninstituts kann dabei hilfreich sein.
Das Dax-Rendite-Dreieck zeigt am Beispiel des Deutschen Aktienindex der größten börsennotierten deutschen Aktiengesellschaften sehr schön, wie unterschiedlich die Renditen im Zeitablauf ausfallen können.
Interessant ist, dass es bei einer Laufzeit von mehr als 12 Jahren in den letzten 50 Jahren keine negativen Renditen gab. Bei anderen bekannten und großen Indizes (z.B. MSCI World) war es ähnlich. Ob das auch in Zukunft so sein wird, weiß natürlich niemand. Aber die Chancen stehen gut.
Fazit: Wer also Aktien in Form von Indexfonds oder ETFs - am besten weltweit gestreut - mindestens 12 Jahre hält, kann einer zukünftigen Börsenkrise gelassen entgegensehen.
Zu den aktuellen Dax-Rendite-Dreiecken
Bei anhaltender Verunsicherung: Aktienquote wählen mit der zeitweilige Verluste ertragen werden können
Wer dennoch sehr verunsichert ist, sollte am besten die Aktienquote - mit der er zeitweilige Verluste ertragen kann - anpassen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt mit welchen zu erwartenden kurzfristigen Verlusten erfahrungsgemäß bei Aktien gerechnet werden sollte. Zum Beispiel müsste man bei einem Aktienanteil von 50% zeitweise einen Kursverlust von 20 Prozent ertragen. Wenn Sie in unsicheren Zeiten ruhiger schlafen wollen, müssten Sie den Aktienanteil zu Gunsten von Renten reduzieren.
Tabelle: Zu erwartende kurzfristige Verluste bei Aktienanlagen
|
Zu erwartende zeitweilige Verluste in % |
Maximale Aktienquote in % |
|---|---|
|
0-3 |
0 |
|
10 |
30 |
|
15 |
40 |
|
20 |
50 |
|
25 |
60 |
|
30 |
70 |
|
35 |
80 |
|
40 |
90 |
|
50 |
100 |
Weitere Tipps bei der Auswahl von Anlagekonzepten
Weitere Tipps bei der Auswahl von Anlagekonzepten finden Sie hier: Kluge Anlagekonzepte und Tipps, nicht nur bei Niedrigzinsphase
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