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Ausbildungsstart 2026: Checkliste für Azubis und Eltern

04.08.2026. Für viele junge Menschen hat am 1. August ein neuer Lebensabschnitt begonnen: der Start in die Berufsausbildung. Mit dem Einstieg ins Berufsleben verändern sich nicht nur Tagesabläufe und Verantwortlichkeiten im Betrieb, sondern auch zahlreiche finanzielle und organisatorische Themen. Während sich die meisten Auszubildenden zunächst auf die neuen Aufgaben im Unternehmen konzentrieren, geraten wichtige Fragen rund um Versicherungen, Bankgeschäfte und den langfristigen Vermögensaufbau häufig in den Hintergrund. Die Verbraucherorganisation Geld und Verbraucher e. V. (GVI) hat deshalb eine Checkliste mit wichtigen Finanz- und Versicherungstipps für Auszubildende und deren Eltern veröffentlicht.

Zu den wichtigsten Themen zählt der ausreichende Versicherungsschutz. Be-sonders die private Haftpflichtversicherung sollte überprüft werden. Sie schützt vor den finanziellen Folgen, wenn anderen Personen unbeabsichtigt ein Schaden zugefügt wird. In vielen Fällen sind Auszubildende während ihrer ersten Berufsausbildung weiterhin über die Privathaftpflichtversicherung der Eltern abgesichert. Dennoch empfiehlt sich eine Prüfung der bestehenden Vertragsbedingungen, um sicherzustellen, dass der Versicherungsschutz tatsächlich besteht.

Bei der Hausratversicherung ist die Situation häufig anders. Viele Auszubildende verfügen noch nicht über einen umfangreichen oder besonders wertvollen Hausrat oder wohnen weiterhin im Elternhaus. In solchen Fällen kann oftmals auf eine eigene Hausratversicherung verzichtet werden. Wer jedoch bereits eine eigene Wohnung bezieht und hochwertige Einrichtungsgegenstände besitzt, sollte den individuellen Absicherungsbedarf prüfen.

„Auch der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist zu Beginn der Ausbildung besonders wichtig. Die gesetzliche Absicherung reicht im Ernstfall häufig nicht aus. Gleichzeitig profitieren junge Auszubildende meist von günstigen Beiträgen, da sie in der Regel gesund sind und noch keine gesundheitlichen Einschränkungen vorliegen“, betont Siegfried Karle, Präsident der GVI.

Mit dem ersten regelmäßigen Einkommen rückt zudem der Aufbau finanzieller Rücklagen in den Fokus. Dabei können vermögenswirksame Leistungen eine interessante Möglichkeit sein. Viele Arbeitgeber zahlen hierfür einen Zuschuss, der je nach Anlageform zusätzlich durch staatliche Förderungen ergänzt werden kann. Wer frühzeitig mit dem Sparen beginnt, profitiert langfristig vom Zinseszinseffekt und schafft eine solide Grundlage für spätere finanzielle Ziele.

Darüber hinaus sollten Auszubildende frühzeitig ihre Bankverbindung, die Nutzung digitaler Bankdienstleistungen sowie die ersten Schritte bei der persönlichen Finanzplanung organisieren. Ein strukturierter Überblick über Einnahmen und Ausgaben hilft dabei, das Ausbildungsgehalt sinnvoll einzuteilen und finanzielle Engpässe zu vermeiden.

Weitere Informationen sowie die kostenlose Checkliste „Azubis (Berufsstart-Tipps) – die wichtigsten Finanztipps (inkl. Videos)“ stellt die GVI auf ihrer Website www.geldundverbraucher.de in der Rubrik „Gratis“ bereit. Darüber hinaus stehen die Experten der GVI Auszubildenden und deren Eltern noch bis zum 14. August werktags zwischen 12 und 16 Uhr unter der Telefonnummer 07131 913320 für Fragen rund um den Ausbildungsstart zur Verfügung. Anfragen können auch per E-Mail an info@geldundverbraucher.de gerichtet wer-den.

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