Immobilie: 2011 ist für Betongeld ein Kaufjahr


21.04.2011. Die schlechte Nachricht zuerst: Bauen und Kaufen werden 2011 teurer. Dennoch: Wer genau rechnet, kann noch immer ein Schnäppchen machen.


Zinsen steigen

Noch 2010 kratzte der Zinssatz für Hypothekendarlehen mit zehnjähriger Zinsbindung an der Marke von drei Prozent. Rückblende: Wer dagegen im Jahr 2000 einen Kreditvertrag unterschrieben hatte, zahlte laut der Deutschen Bundesbank im Jahresdurchschnitt 6,66 Prozent Zinsen. 1995 mussten sogar rund 8,16 Prozent Zinsen gezahlt werden. In den ersten Monaten des Jahres 2011 bewegen sich die Zinsen nun bei immer noch moderaten 4,5 Prozent (Stand: 18. März 2011). Stefanie Binder von der BHW Bausparkasse: "Wir erwarten aber in den nächsten Monaten einen weiteren Anstieg der Zinsen und empfehlen daher, Eigentumspläne zügig in die Tat umzusetzen."


Genehmigungen für den Wohnungsbau

Mit den guten Konjunkturaussichten dürfte auch die Bereitschaft vieler Deutscher wachsen, langfristig in eine Immobilie zu investieren. Mit mindestens 200.000 Fertigstellungen ist laut der BHW-Expertin in diesem Jahr zu rechnen. Im Gesamtjahr 2010 sind laut dem Statistischen Bundesamt 5,5 Prozent mehr Genehmigungen für den Wohnungsbau erteilt worden als im Vorjahr.


Betongeld

Die Immobilie als Zukunftsvorsorge dürfte in diesem Jahr ohnehin einen Vertrauensvorschuss genießen. Wie solide die Investition in "Betongold" ist, zeigte sich in der Finanzkrise, als andere Geldanlagen kräftig an Wert verloren. Stichwort Altersvorsorge: Mit Wohn-Riester profitieren Käufer von einem attraktiven Instrument, mit dem sie staatlichen Finanzspritzen in ihre Eigentumsfinanzierung integrieren können. So wurden 2010 nach Angaben des Verbandes der Privaten Bausparkassen bereits rund 145.000 Wohn-Riester-Verträge abgeschlossen. Das bedeutet eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr. Das zeigt, dass sich diese Form der privaten Altersvorsorge durchgesetzt hat.



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