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14.04.2011. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat 397 Finanzierungsangebote, die ihr von 233 Verbrauchern vorgelegt wurden, überprüft: 71 Prozent der Angebote passten nicht zum Bedarf der Verbraucher.
"Die beobachteten Mängel in Beratungen zur Eigenheimfinanzierung haben wir bei allen Vertriebsformen festgestellt", kritisiert Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg die Praxis der Finanzberater von Bausparkassen, Versicherungsgesellschaften, Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie Finanzvertrieben. Die festgestellten Mängel sind vielfältig. Oft passten Darlehenssumme und die Länge der Zinsbindung nicht zur individuellen Situation der Verbraucher.
Fehlende Flexibilität und eine falsch berechnete monatliche Rate waren weitere Mängel, die im Einzelfall dafür verantwortlich sein können, dass die Immobilienfinanzierung nicht durchzuhalten ist. Verbrauchern dient das Eigenheim häufig als private Altersvorsorge. Finanzberater, Makler und die Baubranche spielen mit den Sorgen der Verbraucher vor Geldentwertung, Euro- und Schuldenkrise.
"Mangelhafte und verantwortungslose Beratung gefährdet so die Altersvorsorge der Verbraucher und kann Verbraucher in den finanziellen Ruin treiben", sagt Nauhauser. Die Verbraucherzentrale fordert eine einheitliche Regulierung und Kontrolle jeglicher Form von Finanzberatung und Finanzvermittlung. Dies schließt auch die Immobilienfinanzierung ein. Die geplante Aufsicht der BaFin über Anlageberatung ist daher auf Immobilienfinanzierung auszudehnen.
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