20.09.2011. Die Karosserien moderner Autos werden immer stabiler. Für Rettungskräfte wird es daher zusehends schwerer, durch einen Unfall eingeklemmte Fahrzeuginsassen zu bergen. Eine im Auto deponierte Rettungskarte hilft dabei, dass keine lebensrettende Zeit verloren geht.
Rettungskarte hilft
Sicherheitszonen und Airbags können nicht nur Leben retten und schwere Verletzungen verhindern. Sie erschweren den Rettern in vielen Fällen auch ihre Arbeit. Denn wird ein Insasse eines Fahrzeugs eingeklemmt, so ist es oft nicht klar, wo die Helfer ihre Werkzeuge am sinnvollsten ansetzen müssen, um das Unfallopfer so schnell und schonend wie möglich zu bergen. Bei Modellen mit Hybridtechnologie sind aber auch die Helfer selbst gefährdet. Denn durchtrennen sie irrtümlich eine der Stromleitungen, so können sie einen lebensgefährlichen Stromschlag erhalten. Solche Leitungen stehen nämlich mit 650 Volt unter Hochspannung. In diesen Fällen ist die Rettungskarte ein nützlicher Helfer.
Rettungskarte ist kostenlos
Auf der Rettungskarte sind derartige Gefahrenquellen ebenso gekennzeichnet wie jene Stellen, an denen Rettungsscheren am effektivsten angesetzt werden können. Dank einheitlicher Symbolik sind die Karten auch von Rettungskräften im Ausland leicht zu verstehen. Nach Angaben des » ADAC gibt es die Karten inzwischen für rund 1.000 Fahrzeugmodelle. Zu erhalten sind sie entweder bei dem Automobilclub oder den Fahrzeugherstellern. Wer über einen Farbdrucker verfügt, kann die für sein Fahrzeug passende Rettungskarte auch über den Link » Rettungskarte selbst ausdrucken. Es ist allerdings zwingend ein farbiger Ausdruck erforderlich. Denn andernfalls kann die Rettungskarte nur bedingt verstanden werden. Nach Aussage von ADAC-Pressesprecher Dr. Christian Buric stehen die Karten allen Autofahrern kostenlos zur Verfügung. Eine Mitgliedschaft im ADAC ist nicht erforderlich. Man muss nur den Hersteller und den genauen Fahrzeugtyp kennen. Die entsprechenden Angaben findet man im Fahrzeugschein.
Aufkleber zeiigt Rettungskarte an
Wer sich eine Rettungskarte in einer der ADAC-Geschäftsstellen besorgt, erhält zusätzlich eine Informationsbroschüre sowie einen Aufkleber für die Windschutzscheibe, mit dem die Retter darauf hingewiesen werden, dass sich eine Rettungskarte im Fahrzeug befindet. Die Nachfrage ist groß. Mittlerweile wurden mehr als eine Millionen Exemplare verteilt. Damit die Retter nicht lange nach der Karte suchen müssen, sollte sie unter der Sonnenblende der Fahrerseite aufbewahrt werden. Tests haben gezeigt, dass sie hier selbst nach einem schweren Unfall leicht auffindbar ist. Wie wichtig es ist, eine Rettungskarte mitzuführen, zeigen erste Erfahrungswerte. Danach kann die Zeit einer Bergung eingeklemmter Fahrzeuginsassen mithilfe der Karte um bis zu 30 Prozent verkürzt werden.
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